Geschichte trifft Gegenwart im nestor Hotel Ludwigsburg. Wer schon einmal das nestor Hotel Ludwigsburg von innen betrachtet hat, der weiss, dass von der ehemaligen Bäckereikaserne nur noch wenig zu sehen ist. Von aussen gesehen erinnert jedoch der unter Denkmalschutz stehende rote Backsteinbau mit den großen Rundbogenfenstern noch stark an die ehemalige Nutzung als Kaserne während der Garnisonszeit. Die U-förmige Kasernenanlage wurde auf dem nördlichen Teil des Exerzierplatzes in den Jahren 1874 bis 1893 unter Leitung des Deutschen Reiches erbaut. Zuerst erstellte man das Brotmagazin, die Bäckerei und das Mehlmagazin, im Jahre 1875 dann kam der Querbau hinzu. Abgeschlossen wurde der Bau mit dem Südflügel im Jahre 1893, dem heutigen Ärztehaus mit der Tagesklinik.
Im Jahre 1914 diente die Kaserne als Verwaltung der Bäckerei und der Magazine; später unter anderem als Proviantamt und Militärbäckerei. Die Stadt Ludwigsburg, deren Leben über 250 Jahre lang vom Militär bestimmt war, wurde 1921 zur größten Garnison in Südwestdeutschland. Ein Jahr später galt die Kaserne als Heeresverpflegungsamt, 1945 wurde das Gebäude von dem Alliierten Militärregiment belegt. Bis zum Ende der militärischen Nutzung diente es nur noch als Möbellager.
Im Jahre 1996 zog das nestor Hotel in den L-förmigen Gebäudetrakt der ehemaligen Kaserne ein. Hinter der Fassade des Kasernengebäudes entstand ein modernes 4-Sterne City-Hotel mit lichtdurchfluteter Architektur, modernster Technik und zeitgemäßem Komfort. Heutzutage ist es nur noch schwer vorstellbar, dass in dem großen Tagungs- und Festsaal, dem Mozartsaal, vormals noch Brot gebacken wurde. Ausschließlich die grauen Eisenträger in den Zimmern und dem Restaurant erinnern als Zeitzeugen an die ehemalige Bäckereikaserne.
Das besondere Flair dieses Hauses ist bis heute ein beliebtes Reiseziel für nationale und internationale Gäste.
Bild- und Quellennachweis: Stadtarchiv Ludwigsburg, www.ludwigsburg.de